Die Spieler-Maus im Wandel der Zeit: High-End-Features und optimale Ergonomie

Sharkoon Drakonia
Gaming-Mouse Drakonia von Sharkoon

Präzision für jede Hand – die Evolution der Gaming-Mäuse

Gaming-Mäuse befinden sich in den Bereichen Handling, Zusatzfunktionen und Leistung auf einem hohen Niveau. Durch ihre Modifizierbarkeit bei Gewicht und Größe sowie programmierbaren Tasten, erhält der Spieler Eingabegeräte, die sich an ihn anpassen – und nicht umgekehrt. Die äußerst genauen Sensoren ermöglichen zudem selbst auf kritischen Oberflächen wie Glas einen störungsfreien Betrieb.

Ende der 1990er Jahre erschienen bereits erste Mäuse mit optischer Abtastung, welche die bis dahin gängigen Varianten mit Rollkugeln ersetzten. Firmen wie beispielsweise Razer nutzten dann diese neue Technologie und brachten erste Exemplare auf den Markt, die mit dieser erhöhten Sensor-Genauigkeit arbeiteten. Mittlerweile ersetzten die Hersteller bei vielen Modellen die optische Leuchtdiode durch die noch präzisere optische Laserdiode.

Hier die bekanntesten Hersteller solcher Laser-Mäuse, die sich aufgrund ihrer Präzision besonders gut für das Gaming eignen:

  • Sharkoon
  • Logitech
  • Microsoft
  • Gigabyte
  • Razer
  • Mad Catz
  • CM Storm (Cooler Master)
  • Roccat

Dabei unterscheiden sich die einzelnen Produkte der Hersteller im Aussehen, in der Modifizierbarkeit, den Sonderfunktionen und der Sensor-Technik des Eingabegerätes.

  • Sensor: optische Leuchtdiode oder optische Laserdiode
  • Auflösung: Abtastrate des Sensors (aktuell bis zu 9.900 dpi)
  • Anschluss: drahtlos, kabelgebunden oder ansteckbares USB-Kabel
  • Masse: festgelegt oder durch Gewichte variabel
  • Gehäuse: unveränderbar, anpassbare Daumenablage und / oder anpassbare Griffschale
  • Speicher für programmierbare Tasten: in der Maus, in der Cloud oder auf dem PC
  • Statusanzeigen (etwa für dpi-Wert): nicht vorhanden, als LEDs oder als Display
  • Beleuchtungseffekte: nicht vorhanden, festgelegt, einstellbar
  • Zusatztasten: variieren in der Anzahl, zusätzliches Mausrad ebenfalls möglich
  • Materialwahl: glatt, gummiert oder teilweise gummiert (meist Daumenablage)

Diese Aufzählung zeigt die wichtigsten Merkmale moderner Spieler-Mäuse. Jedoch bieten nicht alle Modelle eine Version für Linkshänder an. Deshalb sollte sich der Interessent vor dem Kauf stets beim Hersteller erkundigen, ob es eine solche Ausführung für das gewünschte Produkt gibt. Einige Mäuse aber, wie die Razer Ouroboros, eignen sich sowohl für Links- als auch für Rechtshänder.

Die Ausstattung der Gaming-Mäuse im Alltag

Grundsätzlich eignen sich Mäuse am besten, die auf der Laser-Optik-Technologie basieren. Diese gewährleistet eine deutliche genauere Abtastung der Oberfläche. Die Auflösung des Sensors stellt ebenfalls ein wichtiges Kriterium dar – ein zu niedriger Wert ruft eine verzögerte Reaktion in Spielen hervor. Der Sharkoon FireGlider beispielsweise erreicht mit 3.600 dpi einen Wert, der sogar bei schnellen Onlinespielen wie Skyforge ausreicht.
Ob kabelgebundene oder drahtlos Anbindung, ein Performance-Nachteil entsteht bei keinem der beiden Anschlussarten. Hier entscheidet also ausschließlich der persönliche Geschmack über die Wahl der Maus. Bei schnurlosen Modellen sollte man jedoch den Akkustand im Auge behalten, um nicht plötzlich während eines Gefechts die Kontrolle zu verlieren. Hierfür zeigt eine LED direkt auf der Maus oder eine Grafik auf dem Bildschirm die verbleibende Restladung an.

Die Anforderungen des Spielers an die Ausmaße und das Gewicht der Maus variieren gelegentlich im Laufe der Zeit. Geräte wie die Logitech G9x ermöglichen nicht nur die Masse der Maus dem eigenen Bedürfnis anzupassen, sondern besitzen auch austauschbare Griffschalen in verschiedenen Größen. Des Weiteren liefert der Hersteller Mad Catz mit Nagern wie der R.A.T. 5 Exemplare, deren Daumenablage im Winkel anpassbar ist.

Programmierbare Tasten

Dieses Feature findet der Anwender ebenfalls schon bei günstigen Mäusen. Der Mehrwert entsteht aber durch eine gelungene Software, eine schnelle Reaktion und ergonomisch positionierte Knöpfe. Die Programmierung der Zusatztasten sollte schnell von der Hand gehen und eine Abfolge festgelegter Aktionen in einem Spiel (Makros) möglich machen. Zusätzlich können die Tasten meistens auch zum Starten bestimmter Anwendungen oder Spiele, sowie zur Mediensteuerung verwendet werden.

Die Extra-Schalter, häufig im Bereich der Daumenablage angeordnet, gewährleisten eine schnelle Erreichbarkeit. Ein gut spürbarer Druckpunkt und eine Oberfläche, die dem Finger Halt gibt, stellen weitere wichtige ergonomische Vorteile dar. Im Idealfall lassen sich die Tasten haptisch durch eine unterschiedliche Materialwahl voneinander unterscheiden.

Sondermodelle für spezielle Genres

Razer bietet mit der Naga-Serie Profi-Mäuse mit Zusatztasten für spezielle Spiele-Genres an. Die Naga oder die neuere Naga Epic enthalten ein Dutzend zusätzliche Buttons an der Daumenablage. Diese, gezielt für MMOs konzipierten Eingabegeräte gestatten einen schnelleren Zugriff, wie beispielsweise auf Items und Zaubersprüche in World of Warcraft.

Für Action-Rollenspiele wie Diablo 3 oder Online-Kampfspiele (MOBA) wie League of Legends entwickelte Razer die Naga Hex. Deren sechs zusätzliche, mechanisch umgesetzte Tasten befinden sich ebenfalls bei der Ablage des Daumens. Das erlaubt eine noch präzisere Eingabe.

Sharkoon Drakonia
PC-Maus Sharkoon Drakonia

Design: zeitlos bis martialisch

Manche Spieler mögen eher schlichte Mäuse, universell in jeder Umgebung einsetzbar und nicht außergewöhnlich hervorstechend. Andere bevorzugen aufwendige Beleuchtungseffekte und ein auffälliges Design. Für beide Szenarien halten die Hersteller verschiedene Produkte bereit – bis auf eine Ausnahme, Mad Catz.

Die Mäuse dieses Unternehmens richten sich ausschließlich an Spieler mit einem Hang zur extravaganten Optik. Diese, im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten, größeren Eingabegeräte fallen sofort auf.

Die CM Storm Sentinel Advance II mit 8.200 dpi repräsentiert solch ein Gerät mit einstellbaren Lichteffekten. Die LED-Beleuchtung lässt sich in sieben Stufen regulieren und ein OLED-Display informiert über die aktuell gewählte Abtastrate.

Auf ein etwas schlichteres Design greift die Sharkoon Drakonia (5.000 dpi) zurück. Sie wurde durch ihr grünes Drachenmuster und den ergonomischen Fingerablagen auf beiden Seiten aber durchaus ansprechend gestaltet.
Noch dezenter, mit 8.200 dpi rasend schnell; zeigt sich die Roccat Kone Pure. Produziert in einem unauffälligen Schwarz, hebt sich lediglich das blaue Herstellerlogo ab.

Fazit: für jeden Geschmack gibt es die passende Maus

Bei einer Spieler-Maus stellt sich nicht nur die Frage nach den Funktionen und der Leistung, sondern auch nach dem Aussehen. Die wichtigsten Features, wie programmierbare Tasten und ein veränderbares Gewicht, bieten die meisten Hersteller, die Optik variiert jedoch stark.

Des Weiteren sollte der Käufer seine eigene Spiele-Gewohnheit berücksichtigen. Bei schnellen Ego-Shootern empfehlen sich eine hohe dpi-Zahl (ab 3.600), bei Action- und Rollenspielen Mäuse mit speziell für diese Genres ausgelegten Zusatztasten.

Darüber hinaus ist die Ergonomie ein essentielles Kriterium bei der Anschaffung. Intensive Gaming-Sessions ohne Ermüdungserscheinungen werden nur dann möglich, wenn das Eingabegerät bequem in der Hand liegt.

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