Die Top-Gaming-Displays des Jahres – scharf, schnell und effizient

BenQ GL2460
Monitor: BenQ GL2460

Die besten Gaming Monitore 2016 – Balsam für die Augen

Es dauerte einige Jahrzehnte, bis die Industrie die heute weitverbreiteten Flachbildschirme mit LED-Hintergrundbeleuchtung präsentierte. Die ersten fortschrittlichen Anzeigegeräte für den PC, die Röhrenmonitore, arbeiteten auf Basis des damals revolutionären VGA-Standards. IBM brachte sie 1987 auf den Markt.

Die Flachbildschirme kamen hingegen in den 80er- und 90er-Jahren vornehmlich in Notebooks zum Einsatz – noch relativ unausgereift mit niedrigen Auflösungen. Später trat IBM erneut als eine treibende Kraft auf und entwickelte zusammen mit anderen Herstellern wie Apple 1997 erste LCD-Monitore für den Einzelhandel. Diese boten gleich mehrere Vorteile, von denen der Anwender heute noch profitiert:

  • geringer Platzverbrauch
  • geringer Stromverbrauch
  • niedrige Hitzeentwicklung
  • niedriges Gewicht

Heutige Bildschirme verfügen über deutlich höhere Auflösungen von bis zu 3840 x 2160 Pixel (Ultra-HD). Am häufigsten vertreten sind jedoch Exemplare mit 1.920 x 1.080 (Full-HD) oder 2.560 x 1.440 Bildpunkten (WQHD), mit Displaydiagonalen zwischen 19 Zoll und 27 Zoll.

Die Anzeigetechniken von Gaming-Monitoren

Auflösung

Diese Angabe spiegelt die Anzahl der darstellbaren Bildpunkte eines Displays wider. Der Wert sollte mit wachsender Bildschirmdiagonale steigen. So genügt beispielsweise bis 19 Zoll oftmals eine HD-Auflösung von 1.366 x 768 Pixel den Anforderungen, was aber dann für einen 27-Zoll-Monitor nicht mehr der Fall wäre. Jedoch bedeuten mehr Bildpunkte auch höhere Ansprüche an die Grafikkarte.

Panel: LED und IPS

Modelle mit LED-Beleuchtung sorgen für einen hohen Kontrast und eine homogene Ausleuchtung. Meistens kommen die Leuchtdioden hinter den Flüssigkeitskristallelementen zum Einsatz (LED-Backlight). Eine Alternative zu diesem Verfahren stellt IPS (In-Plane-Switch) dar. Diese Methode verbessert die Blickwinkelabhängigkeit des Kontrastes. Beide Techniken erzeugen zudem ein plastischeres Bild im Vergleich zu gewöhnlichen LCD-Displays.

Kontrast

Der Kontrast bei Gaming-Displays wird in zwei Kategorien unterteilt; statisch und dynamisch. Dabei gibt der statische Wert das Verhältnis zwischen der Lichtstärke des hellsten und dunkelsten Punktes an. Die dynamische Variante verändert ergänzend dazu die Stärke der Hintergrundbeleuchtung – bei einer dunklen Szenerie reduziert, bei einer hellen hingegen gesteigert. Dieser Effekt vermittelt den Eindruck eines erhöhten Allgemeinkontrastes.

Reaktionszeit

Die Reaktionszeit (in Millisekunden / ms) verkörpert einen wichtigen Wert für Spieler. Je schneller der Monitor reagiert, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass ein Input-Lag entsteht – also die Reaktionszeit des Bildschirms von der Befehlseingabe bis zur sichtbaren Ausführung. Wann der Nutzer solch ein Input-Lag bemerkt, hängt ebenso von seiner individuellen Wahrnehmung ab. Deshalb kann der Wert stark variieren.

ASUS VS197DE – perfekter Gaming-Monitor für Gelegenheitsspieler

Dieser Bildschirm ist für sparsame Zocker interessant, da es ihn bereits für unter 90 Euro gibt. Trotzdem erhält er für diesen Preis ein Markenprodukt mit hoher Qualität. Die Ausstattung liest sich folgendermaßen:

  • Diagonale: 18,5 Zoll, Seitenverhältnis 16:9
  • Auflösung: 1.366 x 768 Pixel
  • Helligkeit: 200 cd/m²
  • Kontrast: 600:1 (statisch), 50.000.000:1 (dynamisch)
  • Reaktionszeit: 5 ms
  • Blickwinkel: 90° (H) / 65° (V)
  • Anschlüsse: VGA
  • Stromverbrauch: 14 W (typisch), 0,5 W (Standby)

Anzeigequalität

Bei 18,5 Zoll reicht die verwendete Auflösung von 1.366 x 768 Pixel völlig aus, sie sorgt für ein scharfes Bild. Dank der 5 ms schnellen Reaktionszeit bleiben auch schnellere Spiele, wie GTA 5 oder Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain, problemlos spielbar. Besonders beeindruckt der dynamische Kontrastwert von 50.000.000:1. Die Darstellung erfolgt über die LED-Backlight-Technik.

Handling

Im Alltag macht sich der geringe Stromverbrauch von nur 14 W im Betrieb bemerkbar. Zwar fehlt ein HDMI- oder DVI-Anschluss, jedoch nutzt fast jede Grafikkarte den weit verbreiteten VGA-Eingang.

Fazit: 4 / 5 Sterne

Der ASUS VS197DE bietet eine gelungene Ausstattung zum kleinen Preis. Spieler, die kein Full-HD oder DVI / HDMI benötigen, sollten sich diesen platzsparenden Monitor genauer ansehen.

BenQ GL2460 – Full-HD-Grafikgenuss zum Sparpreis

Die Full-HD-Auflösung wertet das Spielgeschehen durch mehr Details deutlich auf und überfordert Mittelklasse-Grafikkarten ebenfalls nicht. Der Display-Experte BenQ schnürte hier ein interessantes Paket für unter 150 Euro:

  • Diagonale: 24 Zoll, Seitenverhältnis 16:9
  • Auflösung: 1.920 x 1.080 Pixel
  • Helligkeit: 250 cd/m²
  • Kontrast: 1.000:1 (statisch), 12.000.000:1 (dynamisch)
  • Reaktionszeit: 2 ms
  • Blickwinkel: 170° (H)/ 160° (V)
  • Anschlüsse: VGA, DVI
  • Stromverbrauch: 23 W (typisch), 0,3 W (Standby)

Anzeigequalität

Die bewährte Kombination aus einer Diagonalen von 24 Zoll und der Full-HD-Auflösung trifft man in vielen aktuellen Spieler-Monitoren, da die Schärfe vollends überzeugt. Profi-Spieler finden diesen Bildschirm aufgrund seiner 2 ms schnellen Reaktionszeit ebenfalls interessant. Der Kontrast des mit LED-Backlight ausgestatteten Gerätes befindet sich sowohl statisch als auch dynamisch auf einem hohen Niveau, was eine effiziente Nutzung, sogar in der Bildbearbeitung, ermöglicht.

Handling

Der digitale Anschluss (DVI) ist heutzutage in jeder Grafikkarte vertreten. Dieser sorgt für eine noch klarere Anzeige. Energieeffizient zeigt sich das BenQ-Modell besonders im Standby – mit nur 0,3 Watt Leistungsverbrauch.

Fazit: 4,5 / 5 Sterne

Der BenQ GL2460 erscheint besonders empfehlenswert für einen Kauf. Dieses Gerät kombiniert eine hohe Auflösung, einen stromsparenden Betrieb und eine fixe Reaktionszeit – für anspruchsvolle Spieler ein ideales Produkt.

Dell UltraSharp U2515H

Soll es noch etwas größer – und schärfer – sein, bietet Dell für vergleichsweise wenig Geld ein interessantes Modell an. Eine 2K-Auflösung (QWHD / 2.560 x 1.440 Pixel) und eine große Anschlussvielfalt zeichnen dieses Display aus.

  • Diagonale: 25 Zoll, Seitenverhältnis 16:9
  • Auflösung: 2.560 x 1.440 Pixel
  • Helligkeit: 350 cd/m²
  • Kontrast: 1.000:1 (statisch), 2.000.000:1 (dynamisch)
  • Reaktionszeit: 8 ms
  • Blickwinkel: 178° (V) /178° (H)
  • Anschlüsse: 2x HDMI, Display-Port, Mini Display-Port
  • Stromverbrauch: 35 W (typisch), 0,5 W (Standby)

Anzeigequalität

Bei diesem Gerät kommt ein IPS-LCD-Panel zum Einsatz, welches eine hohe Helligkeit von 350 cd/m² ermöglicht. Des Weiteren sind die Blickwinkel mit jeweils 178° (horizontal und vertikal) besonders stabil. Die WQHD-Auflösung sorgt für eine brillante Bildqualität – fordert jedoch ebenso die Grafikkarte enorm.

Handling

Die Anschlussvielfalt dieses Monitors verkörpert einen weiteren Pluspunkt, denn er enthält gleich zweimal HDMI, Display-Port und Mini Display-Port. Der Stromverbrauch von 35 W im Betrieb und 0,5 W im Bereitschaftsmodus erscheint, gemessen an der hohen Auflösung, als durchaus niedrig.

Fazit: 4,5 / 5 Sterne

Der Dell UltraSharp U2515H richtet sich an Profi-Spieler mit High-End-Hardware. Eine entsprechend schnelle CPU und GPU garantieren dann ein ruckelfreies Spielen in dieser beeindruckenden 2K-Auflösung – eine rundum gelungene Ausstattung.

Fazit zu den Gaming-Monitoren – die Technik legt zu, der Preis nimmt ab

Durch immer effizientere Fertigungsverfahren schaffen es die Hersteller, technisch hochwertige Spieler-Bildschirme besonders günstig zu produzieren. Je nach Anspruch bekommt der Anwender schon ab 90 Euro durchaus empfehlenswerte Exemplare und selbst High-End-Modelle erhält er schon für unter 300 Euro.

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