Intel Core i7 – Die Geschichte von Intels Vorzeige-Prozessor unter der Lupe

Intel Prozessor
Intel Prozessor Sockel

Core i7 im Wandel der Zeit – wie Intel das CPU-Segment neu definierte und bis heute verbesserte

Intel setzte mit dem im November 2008 eingeführten Core i7 den Erfolg der 2-Kern-Prozessoren nahtlos fort. Die ersten Versionen beruhten auf der Nehalem-Mikroarchitektur, wie die Core i7-920, Core i7-940 und Core i7-965 Extreme Edition. Der Ansatz dahinter war klar: der Leistungsvorsprung der CPUs sollte weiter ausgebaut und die Anbindung des Prozessors an die übrigen Komponenten verbessert werden.

Trotz der nun erreichten größeren Performance berücksichtigtet der Hersteller stets die Effizienz und hielt den Stromverbrauch auf dem Niveau der Vorgänger-Generation. Das gelang vor allem durch die exzellente Leistung pro Takt. Ein Core 2 mit gleicher Taktfrequenz hatte aufgrund der verbesserten Architektur des Core i7 das Nachsehen.

Das bescheinigten auch erste Benchmarks des Core i7-920, der gegen den damaligen Intel Core 2-Spitzenreiter QX9770 antrat. Obwohl der neue Core i7 mit lediglich 2,66 GHz taktete, blieb er dem einstigen Flaggschiff mit seinen 3,2 GHz ebenbürtig.

Benchmarks: (1.280 x 1.024 Pixel, maximale Details)

  • Crysis Core i7-920: 61 FPS
  • Crysis QX9770: 59 FPS
  • Call of Juarez Core i7-920: 95 FPS
  • Call of Juarez QX9770: 98 FPS

Intel hält bis heute an den Kürzeln Core i3 (Einsteigerklasse), Core i5 (Mittelklasse) und Core i7 (High-End) fest. Die zugrundeliegende Technik entwickelte sich allerdings jedes Jahr bezüglich der Performance enorm weiter und lieferte neue Features, wie die Unterstützung von DDR4 für den Massenmarkt. So löste in 2015 zunächst die Broadwell- und dann die Skylake-Architektur die bis vor kurzem noch aktuelle Haswell-Generation des Core i7 ab.

Core i7 Skylake im Detail

Die neue Skylake-Produktreihe personifiziert den heiligen Gral für Spiele – und ebenfalls für fordernde Anwendungen, wie beispielsweise Photoshop. Intel optimierte diese Chips vor allem beim Stromverbrauch. Technische Innovationen, wie Support für die Schnittstelle Thunderbolt 3 und 5K-Bildschirme mit 60 Hertz, setzte das Unternehmen ebenfalls um. Multi-Monitor-Fans dürfen sich über die Unterstützung von bis zu drei 4K-Displays gleichzeitig freuen.
Wer von den im Prozessor integrierten Intel-GPUs (HD Graphics) Gebrauch macht, erhält außerdem eine deutlich bessere Basis. Die neue 500er-Generation taktet mit bis zu 1.050 MHz, bei einer Rohleistung von bis zu 1.152 GFlops. Direct3D 12 unterstützt zudem das aktuellste Software-Grafikinterface. Dank der Beschleunigung von Filmen mit H.265-Codec verbessert sich die Videobearbeitung. Außerdem kommt der neue Arbeitsspeicher-Standard DDR4 zum Einsatz.

Suffix erklärt:

Für große Verwirrung für den Endverbraucher sorgen oft die hinter der CPU-Kennung angefügten Buchstaben (Y, U, H, S, T und K). Hinter dem kryptischen Zusatz der neuen Skylake-Prozessoren verbergen sich folgende Merkmale:

  • Skylake-H – kennzeichnet die Notebook-Ausführungen. Diese verfügen über eine Leistungsaufnahme zwischen 35 und 45 Watt und takten zwischen 2,3 und 2,9 GHz. Es handelt sich meist um Quad-Core-CPUs.
  • Skylake-S – bezieht sich auf die normalen Varianten der Desktop-Lösungen mit einem Stromverbrauch von 35, 65 oder 95 Watt. Die Taktfrequenzen der Quad-Core-Einheiten liegen zwischen 2,2 und 4,0 GHz.
  • Skylake-T – verkörpert die stromsparende Tower-Version. Mit lediglich 35 Watt Leistungsaufnahme arbeiten diese CPUs sehr effizient. Auch hier können vier Kerne eingesetzt werden.
  • Skylake-K – das Modell zum Übertakten. Der freie Multiplikator erhöht den Kerntakt effizienter. Der Verbrauch wird mit 95 Watt angegeben.

Achtung – neue Hauptplatine notwendig:

Durch die geänderte Spannungsversorgung fußen die Skylake-CPUs nun auf dem Sockel LGA 1151. Damit ist ein neues Mainboard mit Intel Z170-Chipsatz erforderlich.

Intel Core i7-6700 – Das neue Schlachtross unter der Lupe

Im Fokus aller Prozessor-Liebhaber steht derzeit das Aushängeschild der neuen Skylake-Architektur. Als erster Core i7 der neuen Generation schickt Intel die 6700er ins Rennen und zwar in drei Varianten. Zum einen mit K-Suffix, wodurch sich eine gute Übertaktbarkeit ergibt und zum anderen mit T-Suffix für einen geringeren Stromverbrauch. Die dritte Variante verfügt über keinen zusätzlichen Buchstaben und bietet einen Mittelweg aus Leistung und Effizienz.

Technische Daten des Core i7-6700:

  • i7-6700K: 4 GHz Basistakt (Turbo 4,2 GHz), 8 MB L3-Cache, 4 Kerne / 8 Threads, DDR4-Unterstützung , freier Multiplikator, TDP 95 Watt
    • GPU: Intel HD Graphics 530
  • i7-6700: 3,4 GHz Basistakt (Turbo 3,9 GHz), 8 MB L3-Cache, 4 Kerne / 8 Threads, DDR4-Unterstützung, fester Multiplikator, TDP 65 Watt
    • GPU: Intel HD Graphics 530
  • i7-6700T: 2,8 GHz Basistakt (Turbo 3,6 GHz), 8 MB L3-Cache, 4 Kerne / 8 Threads, DDR4-Unterstützung, fester Multiplikator, TDP 35 Watt
    • GPU: Intel HD Graphics 530

Alternativen zum Core i7-6700

Auch wenn die neuen Skylake-Prozessoren sehr attraktiv anmuten, hält die Haswell-Generation oftmals immer noch mit. Der Intel Core i7-4790K (4,0 GHz, Quad-Core) schlägt sich im Vergleich zum Core i7-6700K außerordentlich gut.

Benchmarks: (Full-HD, maximale Details)

  • GTA 5 (Core i7-4790K): 131 FPS
  • GTA 5 (Core i7-6700K): 137 FPS
  • F1 2015 (Core i7-4790K): 143 FPS
  • F1 2015 (Core i7-6700K): 148 FPS

Als weitere Alternative ist auch das Modell Core i7-4770 empfehlenswert. Dieser Prozessor ermöglicht ebenfalls eine Bildwiederholrate von über 100 Frames pro Sekunde sowohl in GTA 5 als auch in F1 2015.

Fazit: Der Core i7 – nach wie vor das Maß aller Dinge

Die Erfolgsgeschichte um Intels High-End-Prozessoren geht auch mit der Skylake-Architektur weiter. Die neuen Funktionen wie der DDR4-Support für den Mainstream-Bereich, die neuen GPUs und die verbesserte Multi-Monitor-Anbindung stellen gern gesehene Features dar. Alternativ kann man jedoch ebenso ohne Bedenken zur bewährten Haswell-Architektur greifen.

Vor allem der Intel Core i7-4790K hält erstaunlich gut mit dem neuen Skylake-Zugpferd mit. In jedem Fall wird der Core i7 in den kommenden Jahren für Spiele auf höchstem Niveau und effiziente Bild- und Videobearbeitung mehr als ausreichen – hier liegt der Anwender goldrichtig.

Kommentare(0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

captcha-image

Bitte Groß- und Kleinschreibung berücksichtigen.