Individuell zugeschnittende Leistung für jeden Anwendungsbedarf

So finden Sie Ihren idealen Intel Prozessor

Ist die Entscheidung für einen Intel Prozessor gefallen, stellen sich weitere grundlegende Fragen. Welcher Intel Prozessor ist der Richtige und wie leistungsstark sollte er sein? Um die passende CPU zu finden, sollte deshalb zunächst das Anwendungsgebiet des Computers erörtert werden:

  • Office-PC – benötigt vergleichsweise wenig Rechenleistung
  • Multimedia-PC – muss in der Lage sein, auch hochauflösende Videos flüssig wiederzugeben
  • Gaming-PC – muss je nach gewünschter Auflösung und Detailgrad der Spiele entsprechend gerüstet sein
  • Kreatives Heimstudio – Musik,- Bild- und Videobearbeitung erfordern eine leistungsfähige CPU
Intel Prozessor
Prozessor von Intel

Leistung von Intel Prozessoren erkennen

Intel zählt neben AMD zu den Marktführern im Segment der Prozessoren, welche auch als CPU („Central Processing Unit“) bezeichnet werden. Entsprechend riesig ist inzwischen die Produktpalette – da geht der Überblick schnell verloren. Beim Kauf eines neuen PCs oder eines einzelnen High End PC Intel Prozessors sollten leistungsbedachte Käufer auf die folgenden technischen Daten achten:

  • die Leistungsklasse - Core i3 (Einsteigersegment), Core i5 (Mittelklasse), Core i7 (High-End-Bereich)
  • die Taktfrequenz (Gigahertz / GHz)
  • die Anzahl der verbauten Kerne („Cores“)
  • die Größe der Caches (L1, L2 und L3)
  • die Prozessorgeneration
  • falls erforderlich / gewünscht: integrierte GPU (Intel HD-Graphics-Serie)

Nutzer, die ihren Computer täglich viele Stunden intensiv belasten, sollten außerdem auf die Angabe „TDP“ („Thermal Design Power“) achten. Dahinter verbirgt sich die maximale thermische Verlustleistung, die Angabe erfolgt stets in Watt. Zwar lässt sich dadurch nicht der genaue endgültige Stromverbrauch ableiten, jedoch eine Aussage über den maximal zu erwartenden Verbrauch unter Volllast treffen. Sicher ist allerdings nur der Praxistest.

Generell sollte beachtet werden, dass leistungsfähigere CPUs mit höherem Prozessortakt den Stromverbrauch steigern. Ein entsprechend gerüstetes Netzteil ist also Pflicht, besonders wenn eine Übertaktung angedacht ist, da der Rechner sonst instabil werden kann.

Was sich hinter den Prozessorangaben verbirgt

Die Taktfrequenz gibt an, wie viele Daten der Prozessor pro Sekunde verarbeiten kann. Eine hohe Taktrate ist daher zwar wünschenswert, jedoch nicht alleiniges Merkmal was die Schnelligkeit der CPU anbelangt. Mittlerweile hat Intel die siebte Generation seiner Core-Prozessoren ins Leben gerufen. Jede neue Generation bringt eine fortschrittlichere Architektur und ausgefeilte Befehlssätze nebst verfeinertem Fertigungsverfahren mit sich. Dadurch haben die neuen CPUs mehr Leistung pro Takt im Vergleich zu ihren Vorgängern.

Unter der Bezeichnung Intel Turbo-Boost 2.0 hat der Halbleiterfertiger einen automatischen Übertaktungs-Modus in seinen Prozessoren integriert. Modelle, die über diese Technik verfügen, können sowohl bei der CPU als auch der integrierten GPU mehr Leistung abrufen. Das geschieht durch eine Anhebung des Taktes über den Grundtakt hinaus. Die intelligente Technik schaltet diesen Performance-Schub frei, sobald er benötigt wird und die Betriebsumgebung (etwa Temperatur, Leistungsaufnahme, Anzahl aktiver Kerne und Stromstärke) ausreichend ist.

Die Frage nach der Kernanzahl richtet sich nach dem Anwendungsgebiet. Office-PCs kommen meist mit einem Dual-Core gut aus, bei höheren Anforderungen, wie beim Gaming oder im Heimstudio, sollte es mindestens ein Quad-Core sein. Bei Intel gibt es im Consumer-Bereich Lösungen mit zwei Kernen (Core i3), vier Kernen (Core i5 und Core i7), sowie sechs und acht Kernen (Oberklassen-Segment der Core i7-Produktpalette).

Der Cache, welcher als Zwischenspeicher des Prozessors verstanden werden kann, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Ohne langes Warten kann der Prozessor durch die Pufferung des Caches zügig arbeiten. Der Cache ist in verschiedene Ebenen unterteilt (L1, L2 und L3), wobei L1-Caches die kleinsten und L3-Caches die größten sind.

Zwischenfazit:

Wie schnell ein Prozessor letztlich arbeitet, ist immer ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Daher lässt sich beispielsweise nicht pauschal sagen, dass ein älterer 4-Core-Prozessor immer leistungsfähiger sei, als ein 2-Core-Prozessor der neusten Generation. Außerdem sollten Nutzer bedenken, dass auch die restliche Hardware entsprechend Power haben muss.

Die schnellste CPU als Herzstück des Rechners nutzt beim Gaming wenig, wenn die Grafikkarte zu schwach auf der Brust ist und nur wenig Arbeitsspeicher (RAM) zum Einsatz bereit steht.

Gaming-PCs benötigen High End Intel Prozessoren

Aktuelle Spiele stellen hohe Anforderungen an die verbaute Hardware, Budget-Prozessoren können hier nicht mithalten. In einem Gaming PC sollte auf einen Prozessor mit mindestens 4 Kernen und über 3 GHz geachtet werden. Auch der Cache sollte besser bestückt sein, 6 MB oder mehr im L3-Cache sollten es schon sein. Infrage kommen dafür ebenfalls die Intel Prozessoren der Core-i3, Core-i5 und Core-i7-Reihe.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Mit der Core-i3-Reihe bietet Intel auch noch einige zweikernige Prozessoren an, die sich für Gamer-PC-Einstiegsmodelle eignen. Neben dem richtigen Intel Prozessor ist beim Gaming auch eine leistungsstarke Grafikkarte unerlässlich, um das volle Spielerlebnis genießen zu können.

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