Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain im Hardware-Test

Publisher Konami
Der Publisher Konami hat ganze Arbeit geleistet

Der Shooter-Meilenstein Metal Gear Solid 5 auf dem Prüfstand

Im März 2014 erschien Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes. Es gilt als Prolog zum Höhepunkt der Reihe, das von Kojima Productions entwickelte und abermals von Konami herausgebrachte Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain. Dieses neue Open-World-Spiel ging dann am 1. September 2015 an den Start.

Die Ziffer des neuen Action-Spektakels führt ein wenig in die Irre, denn in Wahrheit ist dies schon der neunte Teil der Metal-Gear-Solid-Serie. Zugleich soll „The Phantom Pain“ ebenso das Ende der erfolgreichen Videospielreihe markieren. Doch der Held Snake alias Big Boss verabschiedet sich selbstverständlich nicht ohne ein großes Feuerwerk aus toller Grafik, packender Story und forderndem Gameplay.

Metal Gear Solid 5 stellt einen 3rd-Person-Shooter mit offener Spielwelt dar und bietet somit eine ähnliche Freiheit wie GTA 5. Die PC-Version erhält der Käufer zwar auch als DVD im Handel, bekommt aber hier lediglich ein Steam-Installationsprogramm mit 9 MB Größe. Das eigentliche Spiel mit seinen 28 GB muss er dann manuell aus dem Internet herunterladen.

Die Systemanforderungen von Metal Gear Solid 5

Dieses Spiele-Highlight fordert die Grafikkarte und den Arbeitsspeicher nicht ganz so sehr, den Prozessor jedoch schon. Hier die Hardwareempfehlungen des Publishers Konami:

Minimale Systemvoraussetzungen:

  • Intel Core i5-4460 mit 3,4 GHz
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • Nvidia GeForce GTX 650 Ti BOOST

Optimale Systemvoraussetzungen:

  • Intel Core i7-4790 mit 3,6 GHz
  • 8 GB Arbeitsspeicher
  • Nvidia GeForce GTX 760

Wer sich an die Mindestkonfiguration hält, kann das Spiel in Full-HD-Auflösung und maximalen Details mit etwa 31 FPS spielen. Das menschliche Auge nimmt diese Frequenz zwar schon als flüssig wahr, geübte Spieler legen allerdings Wert auf Bildwiederholraten um die 60 FPS. Die höhere Frame-Anzahl ermöglicht Gamern, schneller auf Feindangriffe zu reagieren.

Auch die von Konami als optimal eingestufte Systemvoraussetzung schafft in Full-HD (maximale Details) keine 60 FPS, sondern liegt mit 53 FPS etwas darunter. Um lange Ladezeiten zu vermeiden, sollten 8 GB DDR3-RAM verbaut sein, besser wären jedoch 16 GB.

Grafikkarten-Benchmarks zu Metal Gear Solid 5

Unterhalb einer Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) verlieren Spiele sichtbar die Feinheiten. Um noch mehr Details aus der virtuellen Umgebung zu erhalten, empfiehlt sich sogar eine 2K-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel). Sechs der beliebtesten Grafikkarten zeigen in diesen beiden Auflösungen, ob sie „The Phantom Pain“ gewachsen sind.

Benchmarks (Full-HD, maximale Details):

  • Radeon R9 270X: 44 FPS
  • Radeon R9 280X: 60 FPS
  • GeForce GTX 960: 57 FPS
  • Radeon R9 380: 57 FPS
  • GeForce GTX 970: 60 FPS
  • GeForce GTX 980: 60 FPS

Benchmarks (2K, maximale Details):

  • Radeon R9 270X: 30 FPS
  • Radeon R9 280X: 41 FPS
  • GeForce GTX 960: 38 FPS
  • Radeon R9 380: 39 FPS
  • GeForce GTX 970: 56 FPS
  • GeForce GTX 980: 57 FPS

Metal Gear Solid 5 wurde mit einem 60-Frames-Lock versehen, der keine höhere Bildwiederholrate zulässt. Dieser Wert stellt aber für eine flüssige Spielerfahrung überhaupt kein Problem dar. Bereits die Nvidia GeForce GTX 960 oder die AMD Radeon R9 380 erreichen annähernd diese FPS-Zahl in Full-HD.

Falls der PC-Monitor über eine 2K-Auflösung verfügt, bieten sich für Metal Gear Solid 5 allerdings die Nvidia GeForce GTX 970 oder GTX 980 an.

Gaming Tisch mit Bildschirm
Mit Metal Gear Solid 5 legt man gern Nachtschichten ein

Metal Gear Solid 5: Story und Gameplay

Die Handlung des Spiels beginnt im Jahr 1984. Nach seinem letzten Gefecht wacht Snake schwer verletzt in einem Krankenhaus auf – mit Splitterfragmenten im Kopf, amputiertem linken Arm, ersetzt durch eine Prothese. Doch der Held hat keine Zeit, um sich an diesen Zustand zu gewöhnen, denn eine Kampftruppe stürmt in das Hospital und macht Jagd auf ihn.

Nach der erfolgreichen Flucht sinnt Snake auf Rache an der Cipher-Organisation und ihrem Anführer Skull Face, die ihm ans Leder wollen. Um einen effektiven Gegenangriff zu planen, gründet Snake eine neue Söldnergruppe namens Diamond Dogs. Die weitere Story sollte man selbst erleben, vor allem die zweite Spielhälfte lebt von einem sehr imposanten und dramatischen Szenario.

Der Spieler kann bei „The Phantom Pain“ seiner Abenteuerlust freien Lauf lassen. Auf zwei großen Arealen, eine Bergregion in Afghanistan und ein Grenzgebiet zwischen Angola und Zaire, entdeckt er abseits der 50 Hauptmissionen zahlreiche Nebenbeschäftigungen. Des Weiteren motivieren der Bau der eigenen Basis und die extrem clevere KI der Gegner.

Die künstliche Intelligenz reagiert äußerst passend und versucht beispielsweise betäubte Gegner wieder aufzuwecken. Danach folgt eine Suchaktion nach dem Täter, die unter Umständen in einem Großalarm endet. Dann hetzt das Spiel nicht nur Scharfschützen, sondern auch Helikopter und Panzer auf Snake. Mit der Zeit passen sich die Gegner der Spieler-Ausrüstung an und bessern eigenständig ihr Equipment auf.

Für Abwechslung sorgen zudem die Transportmittel. Ähnlich wie in GTA besteht für Snake die Option, beliebige Autos zu stehlen. Alternativ helfen kleine Mechs (D-Walker) oder ein Pferd (D-Horse) beim Durchqueren der offenen Spielwelt. Als treuer Begleiter erweist sich ein Hund (D-Dog), der Feinde ablenken und sie sogar beißen kann.

In Metal Gear Solid 5 entdeckt der Protagonist also immer etwas Neues und die vielen Einsätze bestreitet er mit einem großen Waffenarsenal. Wer aber das geräuschlose Schleichen und Überwältigen der Gegner vorzieht, wählt diese Option.

Metal Gear Solid 5: Das sagt die Fachpresse

Die Redaktionen der großen Spiele-Magazine sind begeistert von dem neuen Konami-Hit. So vergab GameStar eine Wertung von 92 Prozent und bescheinigt über 100 Stunden Spielspaß sowie einen hohen Wiederspielwert. PC Games mit 88 Prozent lobt das Charakterdesign und die vielfältigen Möglichkeiten, mit denen man eine Mission angehen kann.

Gamespot zückt sogar gleich die Höchstwertung von 10 / 10 Punkten und beschreibt Metal Gear Solid 5 als das beste Spiel der Reihe. Besonders die Story fesselte die Redakteure. Computerbild verteilt nicht gerade oft die Note 1,25 (sehr gut), was laut ihrer Einschätzung vor allem am Umfang und an der Handlungsfreiheit liegt. Wer also eines der besten Spiele des Jahres 2015 nicht verpassen möchte, sollte sich das neueste (und wohl leider auch letzte) Abenteuer von Snake zulegen.

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