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Der Zauberwürfel für Zocker – Warum in Gaming Mini PCs einfach mehr steckt
Der Gaming Mini PC – kompakte Zocker-Kiste mit beeindruckender Performance
Die kleinen Würfel wirken auf dem ersten Blick unscheinbar, doch kaum nach dem Start des ersten Spiels, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Cubes haben es trotz ihrer geringen Maße geschafft, bei der Leistung mit herkömmlichen Desktop-PCs gleichzuziehen. Dennoch gibt es einige Punkte, die der passionierte Gamer bei der Anschaffung eines Mini PCs beachten sollte.
- Design: dezentes Gehäuse oder auffallende Lichtshow?
- Prozessor: mindestens ein Intel Core i5 oder AMD A10-CPU
- Grafikkarte: mindestens Nvidia Geforce GTX 960 bzw. eine integrierte AMD Radeon R7
- Arbeitsspeicher: mindestens 4 GB RAM
- Speicherplatz: ratsam eine schnelle SSD neben der HDD
- optisches Laufwerk: DVD-Brenner
- Mainboard: Anschlussvielfalt als das A und O
- Betriebssystem: empfehlenswert Windows 10
Wenn ein ausgewachsener Gaming-Rechner im Gehäuse eines Mini PCs seine Leistung entfaltet, dann stellen auch Schwergewichte wie The Witcher 3 oder Batman: Arkham Knight kein Problem dar. Wie die einzelnen Komponenten kombiniert werden sollten, um die bestmögliche Performance herauszuholen, zeigen die folgenden Ausführungen.
Das Gehäuse: Zocker-Liebe auf den ersten Blick
Ein guter Spiele-Rechner macht schon beim Ansehen Spaß – da bilden auch Gaming Mini PCs keine Ausnahme. Bei Herstellern wie Fractal Design, Cooler Master oder BitFenix als Spezialisten auf dem Gebiet kompakter Tower kann man sich auf eine effiziente Wärmeabfuhr und einen niedrigen Geräuschpegel verlassen. Ausschlaggebend bei der Anschaffung bleiben jedoch der eigene Geschmack und die heimische Einrichtung.
Ein guter Mini PC wertet das Zimmer optisch auf und fügt sich nahtlos in das vorhandene Ambiente ein. Deshalb klärt der Gamer vor dem Kauf für sich besser die Fragen, ob ein auffallendes oder ein dezentes Design eher passt und ob er eine Beleuchtung wünscht. Diese gibt es in unterschiedlichen Farbvariationen und sie lässt sich bei Bedarf auch meist deaktivieren.
Sehr wichtig, gut erreichbare Anschlüsse, wie mehrere USB-Schnittstellen, am besten 3.0 für eine schnelle Datenübertragung, Kopfhörer- und Mikrofon-Ports – möglichst unten am Gehäuse, sofern der Cube auf dem Arbeitstisch steht.
Die Kernhardware – CPU, GPU und RAM
Heutige Spiele werden immer aufwendiger. Aufgrund stets wachsender Spielwelten, intelligenterer Gegner und ausgefeilter Physik fordern sie den Prozessor eines Computers enorm. Besonders Strategiespiele wie Anno 2070 profitieren von viel CPU-Power. Ein Intel Core i5 mit aktueller Skylake-Architektur oder ein AMD A10 ist die Mindestanforderung, um lange Spaß am Mini PC zu haben.
Ein Beispiel: Der Core i5 arbeitet mit vier Kernen, 3,2 Gigahertz Taktfrequenz, und einem großzügigen Prozessor-Zwischenspeicher (L3-Cache) von 6 MB. Wer noch mehr Leistung braucht, greift zu einem Flaggschiff aus der Core i7-Garde. Hier wartet Intel mit Modellen wie dem Core i7 auf. Dank der 3,4 Gigahertz starken Quad-Core-Einheit und des üppigen 8-MB-L3-Caches stemmt diese CPU jedes High-End-Game von GTA 5 bis zu Call of Duty: Black Ops 3.
Ohne eine potente GPU kommt es jedoch schnell zu Problemen, weshalb sich eine GTX 960 aus dem Hause Nvidia bzw. eine integrierte AMD Radeon empfiehlt. Die Grafikkarten der Maxwell-Generation schlagen aufgrund des schnellen GDDR5-Speichers und der DirectX-12-Schnittstelle mit dem Puls der Zeit. Der 2 GB Video-RAM ermöglicht, die meisten Spiele in Full-HD mit hohen Details zu spielen. Möchte man höhere Auflösungen verwenden oder extreme Kantenglättung (Antialiasing) aktivieren, bietet sich eine GTX 970 oder gar GTX 980 an.
Ein Arbeitsspeicher von 4 GB DDR3-RAM macht sich auf jeden Fall bezahlt – für eine bessere Nachhaltigkeit sogar 8 bis 16 GB. Darunter kann es schnell eng werden, aufgrund der stetig wachsenden zwischengespeicherten Datenmengen. Ein zu kleiner RAM führt schnell zum Ruckeln des Spielgeschehens.
Speichermedien: SSD und blauer Laser sind im Trend
Die schon längst überholte, gewöhnliche Festplatte dient nur noch der Archivierung großer Mediensammlungen. Eine entsprechend dimensionierte SSD speichert am besten die Spielbibliothek ab. Diese sollte mindestens 256 GB, eher sogar 500 GB umfassen. Die Solid State Disk birgt gleich mehrere Vorteile. Sie gibt keinen Laut von sich, was sich positiv auf den Geräuschpegel des Mini PCs auswirkt, sie arbeitet extrem schnell und stromsparend.
Blu-ray-Laufwerke verkörpern ebenfalls eine sinnvolle Addition. Entweder als Lesegerät bei einer DVD-Brenner-Kombi oder als eigenständiger Brenner. Somit können auch Filme in hoher Qualität am Cube wiedergegeben werden. Der mittlerweile sehr geringe Preis dieses Mediums spricht ebenfalls für eine Anschaffung.
Fazit: Die kleinen Mini PCs bringen das Gaming groß raus
Die kompakte Bauweise sollte nicht irritieren – die Zauberwürfel eignen sich auch für anspruchsvolle Gamer. Bei diesen Rechnern stellt jedoch die Nachhaltigkeit einen sehr wichtigen Aspekt dar, weshalb der Anwender am besten gleich in eine bessere Hardwarekonfiguration investiert. Auch eine Vielzahl an Anschlüssen – sowohl vorne am Gehäuse als auch hinten am Mainboard – bleibt ein nicht zu unterschätzendes Kriterium.
Wenn das Gehäuse und die Performance stimmen, bereitet der Gaming Mini PC genauso viel Spaß wie der Desktop und spart dazu noch Platz.